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Bericht über unse­re Rei­se in die Elfen­bein­küs­te im Mai 2023 und den Stand der Pro­jek­te SAMENTACOM und CAMPSY

Vom 4. bis zum 19. Mai 2023 reis­ten wir, Farie­deh Hup­pertz und Gesi­ne Heet­der­ks, dies­mal in Beglei­tung zwei befreun­de­ter Schwei­zer Arzt­kol­le­gen, Gio­van­na Kis­s­ner und Jürg Skalsky, erneut in die Cote d’Ivoire. Das sozi­al­psych­ia­tri­sche Pro­jekt SAMENTACOM wird die­ses Jahr ergänzt durch das Pro­jekt CAMPPSY: Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wer­den in soge­nann­ten Gebets­camps auf­ge­sucht und behandelt.

Men­schen mit psy­chi­schen und epi­lep­ti­schen Erkran­kun­gen in die medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung auf­neh­men — SAMENTACOM

SAMENTACOM steht für San­té Men­ta­le Com­mu­n­au­taire, d.h. psy­chi­sche Gesund­heit auf Gemein­de­ebe­ne. Wie in vie­len armen Regio­nen der Welt wer­den auch in der Elfen­bein­küs­te Men­schen mit schwe­ren psy­chi­schen Erkran­kun­gen oder Epi­lep­sie kaum dia­gnos­ti­ziert und behan­delt. Dar­aus ent­ste­hen leid­vol­le Lebens­um­stän­de für sie und ihre Fami­li­en. Das Pro­jekt Samen­ta­com ver­folgt das Ziel, psy­chisch kran­ken Men­schen eine sozi­al­psych­ia­tri­sche Behand­lung zu ermög­li­chen. Um dies zu errei­chen, ver­mit­telt das SAMEN­TA­COM-Team um den Psych­ia­ter Prof. Médard Koua psych­ia­tri­sche Grund­kennt­nis­se an Ärz­te und Pfle­ge­teams regio­na­ler Gesund­heits­zen­tren. Dort sind die neu aus­ge­bil­de­ten Pfle­ge­kräf­te und Gesund­heits­hel­fe­rin­nen und – hel­fer in der Lage, als ers­te und wich­tigs­te Ansprech­part­ner den Betrof­fe­nen zu hel­fen. Die oft sehr arme länd­li­che Bevöl­ke­rung erfährt so Auf­klä­rung, Unter­stüt­zung und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten, wo psy­chi­sche Krank­hei­ten bis­lang nicht erkannt, anders gedeu­tet und stig­ma­ti­siert wurden.

Das Pilot­pro­jekt SAMENTACOM umfasst rund 10 Gesund­heits­zen­tren und wird von unse­rer Stif­tung seit 2018 finan­ziert. Die Orga­ni­sa­ti­on „Ärz­te ohne Gren­zen“, die das Pro­jekt über­zeu­gend fand, kam als zwei­te NGO dazu und hat 2022 mit der Finan­zie­rung wei­te­rer Gesund­heits­zen­tren begon­nen. Sie fin­den wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu auf unse­rer Website

Die­ses Jahr inter­es­sier­te uns ganz beson­ders der Ver­lauf des neu­en Pro­jekts mit Namen CAMPPSY. Das Pilot­pro­jekt wird von den Schmitz-Stif­tun­gen aus dem EZ-Klein­pro­jek­te­fonds, das über­wie­gend aus BMZ Mit­teln gespeist wird, und uns finan­ziert. Es macht sich zur Auf­ga­be, eine neue Koope­ra­ti­on mit sog. Gebets­camps zu begin­nen, in denen vie­le Män­ner und Frau­en mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen zu fin­den sind.

Zur Situa­ti­on der Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen und Epilepsie

In der Elfen­bein­küs­te leben vie­le psy­chisch kran­ke Men­schen in sog. Gebets­camps. Gebets­camps sind Dör­fer zwi­schen 100 und 500 Ein­woh­nern, die über­all im Land ver­teilt sind. Sie sind in der Elfen­bein­küs­te sehr zahl­reich. Bei einer psy­chi­schen Erkran­kung oder einer Epi­lep­sie wer­den die Betrof­fe­nen häu­fig von ihren Ver­wand­ten in die­sen Camps gegen Zah­lung einer bestimm­ten Geld­sum­me unter­ge­bracht. Die Lei­ter die­ser Camps, auch Pro­phe­ten genannt, sind ein­fa­che Leu­te, oft Klein­bau­ern, ohne schu­li­sche Kennt­nis­se. Sie berich­te­ten, sie sei­en von Gott beru­fen, die­se Camps zu füh­ren. Die Pro­phe­ten leben und beten mit den Bewoh­nern für die Kran­ken. Dar­über hin­aus wer­den die­se mit Kräu­tern oder Fas­ten­ku­ren behan­delt, gele­gent­lich auch mit Schlä­gen, um böse Geis­ter aus­zu­trei­ben. Wenn Kran­ke aggres­siv sind oder weg­lau­fen wol­len, wer­den sie – manch­mal über meh­re­re Jah­re – an Bäu­me im Frei­en ange­ket­tet. Eine psych­ia­tri­sche Behand­lung nach dem medi­zi­ni­schen Modell ist weit­ge­hend unbe­kannt und wird zum Teil auch miss­trau­isch betrachtet.

Das Pro­jekt CAMPPSY

Ziel des Pro­jek­tes CAMPPSY ist es, psy­chisch kran­ke Men­schen, die in sol­chen Gebets­camps unter­ge­bracht sind, einer sozi­al­psych­ia­tri­schen Behand­lung zuzu­füh­ren. Die­se Men­schen sind für eine Behand­lung nur erreich­bar, wenn es gelingt, die Lei­ter der Camps zur Zusam­men­ar­beit zu gewin­nen und die Pati­en­ten und ihre Ange­hö­ri­gen über psy­chi­sche Erkran­kun­gen auf­zu­klä­ren. Hier­auf ist das Pro­jekt aus­ge­rich­tet: In zehn sol­cher Gebets­camps sol­len etwa 100 Pati­en­ten eine Behand­lung erhal­ten. Erreicht wer­den soll, dass sie so weit gesun­den, dass sie wie­der in ihren Fami­li­en leben kön­nen und die ange­ket­te­ten Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten von ihren Ket­ten befreit wer­den und sich wie­der frei im All­tag bewe­gen kön­nen. Die wei­te­re Ver­sor­gung kann dann von Gesund­heits­zen­tren, die dafür aus­ge­bil­det sind, über­nom­men werden.

Auf unse­rer Rei­se woll­ten wir uns ein Bild machen über die prak­ti­sche Arbeit vor Ort des CAMPPSY Teams, das vom ivo­ri­schen Psych­ia­ter Médard Koua , Pro­fes­sor für Psych­ia­trie an der Uni­ver­si­tät von Bouaké, zusam­men­ge­stellt wur­de. Wir konn­ten die Tätig­keit des Teams in sie­ben die­ser Gebets­camps beob­ach­ten, beglei­ten und bera­ten. Wir haben vier Gebets­camps in der Gegend von Bouaké und drei Camps in der Gegend der 6 Stun­den und 357 km ent­fernt lie­gen­den Stadt Sou­bré besucht.

Wir tra­fen ein sehr moti­vier­tes Team an, das bereit war, mit uns über die begon­ne­ne Arbeit zu dis­ku­tie­ren und uns in die Zen­tren der prak­ti­schen Arbeit mit­zu­neh­men. Das Team bestand aus Psych­ia­tern, Pfle­ge­kräf­ten, Phar­ma­zie- Assis­ten­zen, Sozio­lo­gen und Agents de San­té (Per­so­nen, die über eine ele­men­ta­re Aus­bil­dung für psy­chi­sche Erkran­kun­gen, vor allem aber gute Kennt­nis­se der loka­len Gege­ben­hei­ten ver­fü­gen). Die Wege zu den Gebets­camps waren extrem schlecht, ins­be­son­de­re nach Regen­güs­sen, eine Her­aus­for­de­rung für Fah­rer und Beglei­ter. Wir wur­den gründ­lich durchgeschüttelt.

Wir konn­ten nur christ­lich geführ­te Camps besu­chen. Mus­li­mi­sche oder tra­di­tio­nel­le Camps sind in der Elfen­bein­küs­te eben­falls zu fin­den. Doch ist es bis­her mit die­sen Camps nicht zu einer Koope­ra­ti­on gekommen.

Von den Pro­phe­ten der Camps wur­den wir freund­lich begrüßt mit einer klei­nen Zere­mo­nie, bei der man Neu­ig­kei­ten aus­tau­schen und Fra­gen stel­len konn­te. Es wur­den auch Bit­ten um Unter­stüt­zung bei Nah­rungs­mit­teln oder beim Bau eines Brun­nens geäu­ßert. Nicht alle Camps hat­ten sau­be­res Was­ser. Die Hüt­ten waren oft sehr ein­fach, manch­mal auch sehr ärm­lich, die Wän­de aus Lehm und zusam­men­ge­sam­mel­tem Holz, die Dächer aus Palm­blät­tern und schwar­ze Plas­tik­pla­nen kon­stru­iert, um die hef­ti­gen Regen­güs­se aufzuhalten.

Die Sprech­stun­den fan­den meist im Frei­en, manch­mal auch in einer ein­fa­chen Hal­le statt, die sonst für Got­tes­diens­te und Ver­samm­lun­gen genutzt wur­de. Kin­der spiel­ten in der Nähe, manch­mal gesell­ten sich auch ande­re Dorf­be­woh­ner dazu, um in einem gewis­sen Abstand zu schau­en, was da geschieht. Es waren auch Ange­hö­ri­ge waren dabei, die mit den Pati­en­ten im Camp leben und sich um sie küm­mer­ten, sie mit Nah­rung und den ver­schrie­be­nen Medi­ka­men­ten versorgten.

Die Pro­phe­ten klag­ten jedoch auch dar­über, dass psy­chisch kran­ke Men­schen mit der Bit­te um Hei­lung in die Camps gebracht wür­den, die Ange­hö­ri­gen sich aber dann aus dem Staub mach­ten, ohne wei­ter für das kran­ke Fami­li­en­mit­glied zu sor­gen. Auch die Wie­der­auf­nah­me der Gene­se­nen in deren Dorf wer­de manch­mal boy­kot­tiert. Gele­gent­lich, so wur­de uns berich­tet, hät­ten die Dorf­be­woh­ner die Fel­der des Kran­ken wäh­rend des­sen Auf­ent­halt im Gebets­camp unter sich aufgeteilt.

Wir sahen vie­le psy­chisch schwer erkrank­te Men­schen, die drin­gend einer Behand­lung bedurf­ten. Auch waren eini­ge seit Jah­ren ange­ket­tet. In den Camps, wo das Team schon begon­nen hat­te zu arbei­ten, berich­te­ten Pati­en­ten und Ange­hö­ri­ge über erstaun­li­che Ver­bes­se­run­gen der Krank­heits­sym­pto­me. Meh­re­re Pati­en­ten konn­ten von ihren Ket­ten befreit werden.

Die meis­ten Gesprä­che wur­den in Baou­lé geführt, einer Spra­che, die ein gro­ßer Teil der ivo­ri­schen Bevöl­ke­rung spricht. Nicht alle sind mit der offi­zi­el­len Lan­des­spra­che Fran­zö­sisch ver­traut. Der Arzt über­setz­te eini­ges. Aber auch das dort gespro­che­ne Fran­zö­sisch konn­ten wir nicht immer ver­ste­hen und waren dann auf unse­re Beob­ach­tun­gen angewiesen.

Die Auf­klä­rung dar­über, dass es sich bei den Sym­pto­men der Pati­en­ten um eine Krank­heit und nicht um Beses­sen­heit durch böse Geis­ter han­delt, scheint inzwi­schen doch eini­ges zu bewir­ken. Für die Ange­hö­ri­gen, oft besorg­te und mit ihren Kin­dern lei­den­de Müt­ter, Ehe­gat­ten oder ande­re – meist weib­li­che – Ver­wand­te war es auch ein Hoff­nungs­schim­mer, dass eine Gesun­dung oder zumin­dest eine Ver­bes­se­rung der Sym­pto­me mög­lich ist und es einen Weg aus der völ­li­gen Aus­sichts­lo­sig­keit gibt. Wir hof­fen sehr, dass die­ses Pro­jekt mehr und mehr Men­schen überzeugt.

Beein­druckt hat uns ein Got­tes­dienst, der nahe eines Gebets­camps statt­fand. Wir wur­den gebe­ten teil­zu­neh­men, weil dort auch für die psy­chisch kran­ken Men­schen gebe­tet wer­den soll­te. Wir fan­den uns inmit­ten vie­ler Men­schen wie­der, die tanz­ten, san­gen und bete­ten und uns lachend begrüß­ten. Ihre Spi­ri­tua­li­tät hat­te etwas sehr Fröh­li­ches, Zuge­wand­tes. Nach dem Got­tes­dienst kamen eini­ge Hil­fe­su­chen­de mit psy­chi­schen Pro­ble­men in die Sprech­stun­de des CAMPPSY Teams auf dem Camp-Gelände.

Man­gel an Medi­ka­men­ten ein wie­der­keh­ren­des Problem

Die Lie­fe­rung von Medi­ka­men­ten stell­te ein aku­tes Pro­blem dar. Phe­no­bar­bi­tal, ein häu­fig ver­wen­de­tes Medi­ka­ment gegen Epi­lep­sie, konn­te über eine gewis­se Zeit nicht gelie­fert wer­den. Dies ist ein Medi­ka­ment, das nor­ma­ler­wei­se von der Natio­na­len Phar­ma­zie­be­hör­de gelie­fert wird. Eine Umstel­lung auf Car­ba­ma­ze­pin, ein bei uns gebräuch­li­ches Anti­epi­lep­ti­kum, war für vie­le Pati­en­ten zu teu­er, weil die Hand­ha­bung eines von uns finan­zier­ten Sozi­al­fonds sich in der Pra­xis immer wie­der als sehr schwie­rig erweist. Es gab logis­ti­sche Pro­ble­me bei der Medi­ka­men­ten­lie­fe­rung. Action Mede­or, unse­re bewähr­te deut­sche Part­ner-NGO, die SAMENTACOM mit Medi­ka­men­ten zu güns­ti­gen Prei­sen belie­fert, konn­te selbst zeit­wei­lig bestimm­te Medi­ka­men­te nicht auf dem Markt beschaf­fen. Aber es gab auch logis­ti­sche Lie­fer­pro­ble­me vor Ort, sodass unse­re Pro­jekt­part­ner aus ver­schie­de­nen Grün­den zeit­wei­se nicht über genü­gend Medi­ka­men­te ver­füg­ten. Hel­fer vor Ort baten hän­de­rin­gend um finan­zi­el­le Unter­stüt­zung, damit die Behand­lung Schwer­kran­ker fort­ge­setzt wer­den konnte.

Wir muss­ten fest­stel­len, dass es Behand­lungs­ab­brü­che aus finan­zi­el­ler Not gibt. Ört­li­che Apo­the­ken ver­fü­gen zwar über geeig­ne­te Medi­ka­men­te, doch sind die­se für die Pati­en­ten in der Regel nicht bezahl­bar. Wir konn­ten akut aus­hel­fen, waren aber sehr erschüt­tert dar­über, wie groß die Not ist. Wir haben uns dafür ein­ge­setzt, dass grö­ße­re Vor­rä­te für sol­che Kri­sen­zei­ten geschaf­fen wer­den. Unse­re Stif­tung wird dafür wei­ter finan­zi­el­le Unter­stüt­zung leisten.

Ermu­ti­gen und sicht­bar wer­den: Selbst­hil­fe­grup­pe für Men­schen mit psy­chi­schen Erkrankungen

Sehr gefreut haben wir uns über einen Besuch in Bro­bo nahe Bouaké, wo sich eine seit einem Jahr bestehen­de Selbst­hil­fe­grup­pe von Pati­en­ten mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen ein­mal monat­lich trifft. Eini­ge Ange­hö­ri­ge beglei­te­ten die Pati­en­ten und es fand ein reger Aus­tausch statt. Die Grup­pe dient dazu, dass die Pati­en­ten sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen und ihrer Dis­kri­mi­nie­rung ent­ge­gen­wir­ken. Die­se Grup­pe wird von unse­ren Part­nern unter­stützt und beglei­tet. Der­ar­ti­ge Selbst­hil­fe­grup­pen sind an meh­re­ren Orten geplant. Auch die WHO emp­fiehlt die Bil­dung die­ser Grup­pen, um die gesell­schaft­li­che Posi­ti­on der Betrof­fe­nen und der Ange­hö­ri­gen zu stärken.

Wei­ter­ent­wick­lung in der Elfen­bein­küs­te: Wach­sen­de Sen­si­bi­li­sie­rung für psy­chi­sche Gesund­heit in der Bevölkerung

Inzwi­schen hat unse­re ivo­ri­sche Part­ner- NGO Mind­ful Chan­ge-CI bei den poli­ti­schen Stel­len einen gewis­sen Bekannt­heits­grad erreicht. Pro­fes­sor Koua wur­de 2022 staat­li­cher­seits zum koor­di­nie­ren­den Direk­tor des „Natio­na­len Pro­gramms für Psy­chi­sche Gesund­heit“ in der Côte d’Ivoire ernannt. Sei­ne Insti­tu­ti­on ist jedoch bis­lang finan­zi­ell schwach ausgestattet.

In Abidjan konn­ten wir aber an einer viel­be­ach­te­ten Kon­fe­renz mit Regie­rungs­ver­tre­tern, Ver­tre­tern der WHO und „Ärz­te ohne Gren­zen“ teil­neh­men. Dort wur­den ers­te Schrit­te für den Zugang von Frau­en und Müt­tern mit psy­chi­schen Pro­ble­men zu einer kom­pe­ten­ten psych­ia­tri­schen Ver­sor­gung geplant, und um finan­zi­el­le Unter­stüt­zung gebe­ten. Es besteht begrün­de­te Hoff­nung, dass der Staat sich durch die­se wich­ti­ge Arbeit unse­rer Pro­jekt­part­ner zuneh­mend sei­ner Ver­ant­wor­tung für Men­schen mit psy­chi­schen Pro­ble­men bewusst wird.

Ins­ge­samt waren wir beein­druckt von dem Enga­ge­ment des ivo­ri­schen Pro­jekt­teams. Zwar funk­tio­niert nicht alles so, wie wir es uns vor­stel­len, aber der Spi­rit, etwas für die­se bis­her unbe­ach­te­te, gesell­schaft­lich aus­ge­schlos­se­ne und stig­ma­ti­sier­te Grup­pe von Pati­en­ten errei­chen zu wol­len, war deut­lich spür­bar. Wir sahen einen leben­di­gen Aus­tausch der oft noch jun­gen Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen, die noch viel vor­ha­ben, um die Inte­gra­ti­on psy­chi­scher Gesund­heit in der lan­des­wei­ten Grund­ver­sor­gung vor­an­zu­brin­gen. Erwäh­nens­wert ist auch, dass der Psych­ia­ter Dr. Djo Bi Djo, Koor­di­na­tor der medi­zi­ni­schen Akti­vi­tä­ten von SAMENTACOM, bereits in das Nach­bar­land Mali ein­ge­la­den wur­de, um das Pro­jekt dort vor­zu­stel­len und den Beginn einer sozi­al­psych­ia­tri­schen Ver­sor­gung in Mali zu initiieren.

Wir freu­en, mit Ihrer Hil­fe unser Part­ner- Team in die­se Arbeit für Men­schen mit Epi­lep­sie und psy­chi­schen Erkran­kun­gen wei­ter zu unter­stüt­zen und dan­ken Ihnen sehr herz­lich für die bereits emp­fan­ge­nen Spenden!

Dr. Gesi­ne Heet­der­ks
Ärz­tin für Neu­ro­lo­gie und Psych­ia­trie / Psychotherapie

Dr. Farie­deh Hup­pertz
Ärz­tin für Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Medizin